Themenbereich Urbane Politiken

Die hierunter versammelten Arbeiten werfen einen analytischen Blick auf die Geschichte der Migrations-Politik(en) in München, die direkt oder indirekt darauf abziel(t)en, Migration und ihre Effekte und Forderungen zu verwalten, zu kontrollieren, zu steuern, zu bezwingen oder auch zu nutzen. Dabei geht es den Arbeiten darum, eine Vorstellung vom Regieren der Migration im kommunalen Umfeld zu entwickeln, welche die Kommune als zwar beeinflusst von regionalen, nationalen und weltweiten Ereignissen, Entwicklungen, Diskursen und natürlich der bundesdeutschen und bayerischen Ausländerpolitik kennzeichnet, welche jedoch auch ihre relative Eigenständigkeit herausarbeitet. Hierzu werden verschiedene städtische und wohlfahrtsstaatliche Institutionen und Einzelpersonen, Praktiken und Diskurse in ihrem zeitlichen Kontext beispielhaft vorgestellt, die einen „Münchner Weg“ des politischen Umgangs zu erkennen geben. Zudem bringen die Arbeiten städtische Ereignisse, Debatten und Erlasse mit der Geschichte und Forderungen der Migration in München in Beziehung. Diese Zusammenschau beider Seiten zeigt nicht nur, wie die Stimmen der Migration die städtische Politik mit beeinflussten, sie integriert wurden oder auch links liegen blieben. Sie eröffnet auch einen neuen Blick auf „Politik“ und „die Stadt“ als Konfliktfeld und Aushandlungsraum divergenter Interessen und Bedürfnisse.

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