Crossing Munich. Orte, Bilder und Debatten der Migration. Ausstellung vom 10. Juli bis 15. September 2009 in der Rathausgalerie München. Ein Forschungs- und Ausstellungsprojekt des Kulturreferats der Landeshauptstadt München in Kooperation mit dem Institut für Ethnologie, dem Institut für Volkskunde/Europäische Ethnologie und dem Historischen Seminar der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Die Ausstellung Crossing Munich gliedert sich in vier Themenbereiche.
Sechs Arbeiten zeigen, wie die Migration sich unterschiedliche Räume in München angeeignet hat, aber auch, wie Migration im Rahmen einer städtischen Imageproduktion einmal aus der Wahrnehmung verdrängt, das andere mal als kulturelle Ressource extra hervorgehoben wird.
Zwei Projekte widmen sich „Urbanen Politiken“, mit denen in den vergangenen 40 Jahren versucht wurde, Migration nach und in München zu kontrollieren, einzudämmen oder auch zu nutzen. Aufgezeigt wird ebenso, welche Forderungen die Migration selbst auf Integration und Teilhabe erhoben hat.
Vier Arbeiten haben sich dem Themenfeld „Transnationale Ökonomien“ zugewandt. Sie bringen verschiedene historische und gegenwärtige Aspekte migrantischer Alltags- und Arbeitsverhältnisse zur Sprache. Dabei können sie zeigen, wie sich die Migration trotz Entbehrung und Diskriminierung in eigensinnigen, kreativen und teils widerständigen Praktiken ein Leben in Almanya aufgebaut hat.
Dem Themenbereich der „Kulturproduktionen und -konstruktionen“ haben sich weitere drei Projekte angenommen. Sie zeichnen anhand unterschiedlicher kultureller Bereiche nach, wie sich MigrantInnen in München selbst Ausdrucksmöglichkeiten und Bewegungsräume geschaffen haben. Dem steht entgenen, wie (migrantische) „Kultur“ zunehmend im Rahmen von Stadtmarketing-Maßnahmen und sozialpädagogischen Programmen eingesetzt wird.
