Crossing Munich. Orte, Bilder und Debatten der Migration. Ausstellung vom 10. Juli bis 15. September 2009 in der Rathausgalerie München. Ein Forschungs- und Ausstellungsprojekt des Kulturreferats der Landeshauptstadt München in Kooperation mit dem Institut für Ethnologie, dem Institut für Volkskunde/Europäische Ethnologie und dem Historischen Seminar der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Crossing Munich. Beiträge zur Migration aus Kunst, Wissenschaft und Aktivismus
Natalie Bayer, Andrea Engl, Sabine Hess, Johannes Moser (Hrsg.)
München 2009, 208 Seiten, 55 Farbabbildungen, 30 Graustufenabbildungen, 26 €, ISBN-13 978-3-88960-108-7
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Wir freuen uns, Ihnen die Publikation „Crossing Munich. Beiträge zur Migration aus Kunst, Wissenschaft und Aktivismus“ bekannt zu geben – der begleitende Katalog zu der Ausstellung „Crossing Munich. Orte, Bilder und Debatten der Migration“, die vom 10.07. –15.09.2009 in der Münchner Rathausgalerie zu sehen war. „Crossing Munich“ war ein Forschung- und Ausstellungsprojekt der Landeshauptstadt München in Zusammenarbeit mit dem Institut für Volkskunde/Europäische Ethnologie, dem Institut für Ethnologie und dem Historischen Seminar der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Der Ausstellungskatalog verbindet künstlerische, wissenschaftliche sowie aktivistische Perspektiven zur Migration in Wort und Bild. Jenseits der gängigen Narrationen von Migration als Bereicherung oder Bedrohung beziehen die Texte und Ausstellungsinstallationen eine neue Position in der Migrationsdebatte, indem sie von Migration als einem zentralen Moment städtischer Entwicklung erzählen. Die unterschiedlichen Textbeiträge und Dokumentationen der Ausstellungsinstallationen von „Crossing Munich“ wurden in folgende Kapitel unterteilt:
Der erste Themenblock widmet sich den „Stadtbildern/Stadt(t)räumen“ und geht dabei den sichtbaren, weniger sichtbaren und unsichtbar gehaltenen Zeichen der Migration im Stadtraum nach.
Im Anschluss daran reflektiert das Kapitel „Urbane Politiken“ die Geschichte der Migrationspolitiken auf kommunaler sowie bundesweiter Ebene und skizziert eine Genealogie des kommunalen Regierens von Migration.
Der nächste Themenbereich stellt sich den Fragen und Schwierigkeiten, Migration auszustellen, und reflektiert dabei die „Krise der Repräsentation“ der Migration in Deutschland.
In dem Themenkapitel „Kulturproduktionen und -konstruktionen“ widmen sich die unterschiedlichen Beiträge den ambivalenten Effekten der Kulturalisierung der Migrationsdebatte: Gegen die gängige essentialisierende Perspektive stellen die Texte und Ausstellungsinstallationen einen Zugang, der sich den kulturellen Praktiken und Forderungen der Migration zuwendet.
In dem letzten Kapitel zu „Transnationalen Ökonomien“ werden historische und gegenwärtige Aspekte migrantischer Alltags- und Arbeitsverhältnisse thematisiert: Die Beiträge verweisen nicht nur auf die andauernde Geschlechtsblindheit der Migrationsdebatte. Vielmehr halten sie dem herrschenden Geschichtsbild, welches die „GastarbeiterInnen“ der ersten Generation meist als passiv und rückkehrorientiert darstellt, eine bisher nicht erzählte Geschichte von kleineren und größeren Kämpfen und Initiativen entgegen.
