Crossing Munich. Orte, Bilder und Debatten der Migration. Ausstellung vom 10. Juli bis 15. September 2009 in der Rathausgalerie München. Ein Forschungs- und Ausstellungsprojekt des Kulturreferats der Landeshauptstadt München in Kooperation mit dem Institut für Ethnologie, dem Institut für Volkskunde/Europäische Ethnologie und dem Historischen Seminar der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Seit den frühen 1980er Jahren werden Asylsuchende in Deutschland in dezentralen, halb-offenen Lagern untergebracht. Für die betroffenen Menschen bedeutet dies tagtägliche Kontrolle, Ausgrenzung und das Fehlen jeglicher Privatsphäre. Die Unterbringung in den unwirtlichen Heimen soll die Bereitschaft der Flüchtlinge zur „freiwilligen Heimkehr“ fördern. Eigentlich als provisorische Unterkunft konzipiert, ist das Leben im Lager jedoch für viele Menschen jahrzehntelange Realität.
Aus sehr unterschiedlichen Perspektiven haben sich die DokumentarfilmerInnen Brigitta Kuster, Moise Merlin Mabouna, Alexander Riedel und Sarah Moll dem Sozialraum „Lager“ genähert. Mit ihren Filmen gewähren sie den ZuschauerInnen Einblicke in deutsche Realitäten, die vielen bisher völlig unbekannt sein dürften.
Im Anschluss finden jeweils Diskussionen mit den RegisseurInnen und Martina Mauer (Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen) statt.
In Kooperation mit der Karawane für die Rechte der Flüchtlinge, Migrantinnen und Migranten.
