BalkanBar

Das Konzept der Balkanska krčma, des balkanischen Wirtshauses, bezieht sich nicht auf die Art der Konsumierung, sondern auf die Form des Denkens, das in ihm gepflogen wird. Die krčma ist ein halb-öffentlichen Ort des Gedankenaustauschs und der Bildung der „öffentlichen Meinung“ (oder dessen, was daraus folgt: den Gerüchten). Sie ist ein Forum für die Welt in der Metamorphose. (vgl. Rada Iveković, Autopsie des Balkans, 2001)

Das Rahmenprogramm der BalkanBar beschäftigt sich mit Ambivalenzen, Problematiken und unterschiedlichen Positionen der Musikproduktion unter dem Label „Balkan“ in München. Der „Balkan Hype“ der letzten Jahre hat nicht nur zahlreiche Partys, Mixes und neue Bands hervorgebracht, sondern auch kritische Fragen nach der plötzlichen Beliebtheit osteuropäischer Volksmusik, Begriffen wie Heimat oder der Begeisterung für das „Echte und Authentische“. Balkanmusik verspricht Emotionen, Leidenschaft, Anarchie, Gute Laune und exzessives Tanzvergnügen; negative Balkanklischees werden dabei nicht überwunden, sondern positiv umgedeutet. Musiker aus der Region erhalten Aufmerksamkeit fast nur im Rahmen des Labels „Balkan“, andere urbane Musikproduktionen („šlageri“, „kantautori“, Pop-Folk, Rock oder Electro) spielen kaum eine Rolle.

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